Allgemeines Statement der Jury
Wir haben in den letzten drei Tagen über 50 Produktionen gesehen. Bei
einer derartigen Vielzahl von Produktionen ist klar, das die Mehrzahl
nicht prämiert werden kann. So gab es der Festivalphilosophie entsprechend
vieles was uns Geschichten erzählt hat und das mit den unterschiedlichsten
Medien von der live performance, von analog bis digital. Die Jury hat
sich in ihren Entscheidungen voll und ganz dem Tell a story Prinzip verpflichtet
und keinen medialen Proporz betrieben. Wie schon Hitchkock sagte, ist
die Vorraussetzung für eine gute Produktion erstens ein gutes Buch, zweitens
ein gutes Buch und drittens ein gutes Buch.
Es gibt zwei Kategorien von Produktionen, bei denen die Entscheidung der
Jury leicht fällt: die die absolut herausragend sind und jene die den
Kategorien der Bewertung nur teilweise oder wenig entsprechen. Schwierig
sind jene Produktionen, die der Jury aufgefallen sind, immer wieder für
Preise mit im Gespräch waren, durch ihre Visualisierung oder ihre Geschichte
beeindruckt haben oder einfach anrührten. Deshalb hat die Jury unisono
beschlossen einige Produktionen mit einer Lobenden
Erwähnung auszuzeichen:
Dies sind die Produktionen:
Bad Concious von Jean-Claude Julien
aus Frankreich
Die originelle visuelle Ästhetik hat die Jury überzeugt.
A New York Minute von Leandro
Blanco aus Spanien
Hier überzeugte eine in 1 Minute erzählte Geschichte die Jury durch ihre
visuelle Gestaltung in beeindruckenden s/W Bildern und eine herausragende
Montage.
Marathon im All von Norbert Meyer
und Frank Kießling aus Deutschland
In dieser Flash animierten Produktion wurde auf interessante und unterhaltsame
Art und Weise auch für den Laien verständlich ein Special Interest Thema
umgesetzt und präsentiert.
Mit dem Nachwuchs-Förderpreis
des Medienfestivals Villingen Schwenningen gestiftet von der Sparkasse
Villingen-Schwenningen zeichnet die Jury eine Produktion aus, die eine
dokumentarische Geschichte überzeugend umgesetzt hat. Behutsamer und sicherer
Einsatz filmischer Mittel, Sorgfalt in der Gestaltung der Audioebene und
überzeugende Musikauswahl haben auf herausragende Weise ein komplexes
Thema vermittelt.
Der diesjährige Nachwuchs-Förderpreis geht an
Angela Grözinger
Alisha Huber
Blanche Keller
Sandra Kötz
Sylvia Zanker
für Ihre Dokumentation GESCHICHTE EINES "NEIN"
Mit dem 3. Preis gestiftet
von der Harman/Becker Automotive Systems GmbH möchte die Jury einen Film
auszeichnen der durch seine herausragende Kameraarbeit, die einmal mehr
zeigt, was man mit Sorgfalt und Beherrschung seines Mediums erreichen
kann und überlegte Montage beeindruckt und mit überzeugenden Mitteln wie
etwa der ansprechenden Voice Over eine humorvoll präsentierte dennoch
tiefsinnige Geschichte erzählt.
Der 3. Preis des Medienfestivals Villingen-Schwenningen
geht an Leandro Blanco aus Spanien für seine Produktion MY WORLD.
Der 2. Preis gestiftet
von der Thomson-Brandt GmbH geht an eine Produktion an eine Produktion,
die die Jury vom ersten bis zum letzten Moment fasziniert hat. Der wunderbare
Hauptcharakter hat uns an die Hand genommen, durch eine perfekt gestaltete
Welt voller skuriler Ereignisse geführt, mit ihm leben und leiden lassen.
Neben der herausragenden Visuellen Gestaltung überzeugte der wundervolle
Soundtrack und die Fülle, ja Überfülle an überraschenden erzählerischen
Momenten und Einfällen.
Mit großer Freude verleihen wir deshalb den 2.
Preis des Medienfestivals VS an Michael Hipp für seine Produktion MEERESRAUSCH.
Nach langer und eingehender Diskussion hat die Jury entschieden, beim
diesjährigen Festival den 1. Preis
an zwei Filme zu vergeben. Dieser Preis geht an zwei Produktionen, die
mit Stilsicherheit und Souveränität auf berührende Art und Weise wunderbar
erzählte und intelligente Geschichten zum Gegenstand hatten. Herausragend
in der Beherrschung ihrer Technik, mit fantastischem SoundDesign und beeindruckendem
erzählerischem Können überzeugten die jeweiligen Macher die Jury derart,
dass die Entscheidung für zwei 1.Preise einstimmig gefällt wurde.
Der 1. Preis geht an Georg Gruber für DAS
RAD sowie INSIGHT.
Fachjury: Carmen Stozek (München)
Dr. Andreas Scheucher
(Graz)
Prof. Thomas Burnhauser
(FH-Furtwangen)
Der Publikumspreis, gestiftet
von Foto Singer aus Villingen ging an die Produktion MEERESRAUSCH
von Michael Hipp. Somit ist eine hohe Übereinstimmung zwischen
Publikums- und Fachjuryprämierung ersichtlich.
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