Schwarzwälder als Motoren des internationalen Medienfestivals
Von Dietmar Schindler
Villingen-Schwenningen. Wer träumt nicht von einer Teilnahme beim Filmfestival in Cannes oder Berlin.
Lässt man Stars und Sternchen einmal außen vor, dann erwartet jeden Besucher beim 2. Internationalen
Medienfestival in der Neuen Tonhalle in Villingen vom 4. bis 6. April vom Angebot ein viel größeres
Ereignis. Kultur und Technik werden in einer Veranstaltung geboten.
51 Kurzfilme wurden aus 462 eingesandten Beiträgen aus aller Welt von einer Jury ausgewählt. Unter den
Beiträgen in den vier Showblöcken gibt es Filme, die bei anderen Festivals bereits Preise holten -
zum Beispiel in Stuttgart, Osnabrück, London oder Rom, sagte Medienfestivalgründer Michael Hoyer.
"Tell a story" lautet das Motto. Bewertet wird der Inhalt eines Beitrages. Europaweit das einmalige
beim Villinger Festival ist, dass jede Produktionstechnik zugelassen ist. Seit gut einem Jahr arbeitet
Michael Hoyer täglich vier bis fünf Stunden an der Realisierung des zweiten Festivals. Die Erfahrungen
des ersten, 2001, werden optimiert.
Der 21-jährige David Hettich aus Schönwald ist Mitveranstalter. Vor zwei Jahren hatte er mit seinem
Beitrag über die Triberger Wasserfälle als Teilnehmer Pech. Ihn reizte das Medienfestival trotzdem.
So half er hinter den Kulissen mit beim Ton, Licht und beim Bedienen der Leinwand. Diesmal ist er
nicht nur für das Marketing, sondern auch für die gesamte technische Abwicklung verantwortlich. Müssen
doch alle Produktionen digitalisiert auf Computerfestplatten übertragen werden. Zwischendurch meistert
der Student der Medieninformatik in Furtwangen noch sieben Klausuren. Das Medienfestival spornt ihn
unheimlich an.
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