Festival

Presse

25.01.2003 Die Neckarquelle

MEDIEN/ Zweites Medienfestival
in Villingen-Schwenningen

 
4000 Besucher erwartet
Motto: "Tell a story" / Zahlreiche Arbeiten eingegangen / Hoffen auf Impulse

Die Vorbereitungen für das zweite Medienfestival laufen auf Hochtouren: Vom 4. bis 6. April werden unter dem Motto "Tell a story" Beiträge von Künstlern, Amateuren und Profis in unterschiedlichsten Medien präsentiert und von einer Fach- und erstmals Publikumsjury bewertet.
 
Villingen-Schwenningen.
Die besten Arbeit werden mit Preisgeldern in Höhe von mehr als 6000 Euro ausgezeichnet. War der Medienfachmann und Organisator Michael Hoyer Anfang Dezember ernsthaft ungeduldig, weil de erwartete Flut an einzureichenden Arbeiten ausblieb, hieß es kurz vor Weihnachten aufatmen: Gleich wasckorbweise wurden Präsentationen per Post geliefert und der Vorsitzende der Vorjury, Jürgen Pöhlitz, hatte Unmengen an Material zu sichten. Insgesamt wurden463 Arbeiten abgegeben. Das ist mehr als die doppelte Menge als beim ersten Festival vor zwei Jahren.
 
Der Trend geht weg vom Dia und hin zu digitalen und computerunterstützten Beiträgen mit Kurzfilmcharakter. Doch de Mottowahl stellt in diesem Jahr die Aussage in den Vordergrund und nicht das Medium an sich, ergänzte Hoyer.
 
Eine Botschaft vermitteln, die das Publikum erreicht, lautet die Devise von "Tell a story". Bewertet werden von der Jury, bestehend aus Thomas Burnhauser, Andreas Scheucher und der Preisträgerin des ersten Festivals, Carmen Stozek, der Inhalt sowie Dramaturgie, Bildgestaltung und viele Kriterien mehr. Der kürzeste Beitrag dauert gerade mal eine Minute, zehn Minuten war die maximale Vorgabe.
 
Interessant: Ein Drittel der Werke stammt von weiblichen Bewerbern und das sind die Beiträge, die emotional berühren, sagte Hoyer, während bei den Männern häufiger technische Perfektion im Vordergrund stehen, was allerdings wertfrei verstanden werden will.
 
"Überraschungsgast" beim Pressegespräch war Oberbürgermeister Rupert Kubon, der sich genauestens über das Festival, dass unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Erwin Teufel steht, informierte Neben wichtigen Aspekten wie Unterhaltungswert, Talent und künstlerischen Werten, betrachtet Kubon das dreitägige Spektakel in der Neuen Tonhalle als wertvollen Beitrag zur Medienbildung und nicht minder zur Stärkung des Medienstandortes VS.
 
Auch Regionalverbandsdirektor Reiner Kaufmann unterstützte die Aussage: "Das erste Medienfestival war ein Experiment und hat alle Erwartungen übertroffen," so Kaufmann, der davon überzeugt ist, dass von dem Festival neue Impulse für eine "Medienregion" ausgehen werden. Internationale Anerkennung und europäische Einzigartigkeit berge die "Galerie der audiovisuellen Geschichten", erläuterte Hoyer weiter.
 
Zu sehen gibt es sämtliche eingesetzte Medien aus dem Showbereich auf einem Festival, und das macht laut Veranstalter dessen Einzigartigkeit aus. Der Schwerpunkt liegt in der Förderung junger Produzenten, die Tonhalle soll sich wieder in eine "Multimedialen Talentschuppen" verwandeln.
 
Begleitet werden die Showblöcke mit den rund 100-minütigen Beitragspräsentationen an allen drei Tagen von einer Medienmesse im Foyer, zu der sich mehr als 20 Aussteller angemeldet haben. Koryphäen der Referentenlandschaft, wie etwa Rüdiger Nehberg, bieten darüber hinaus Einblicke in die mediale Welt. Den Prolog bildet eine Dokumentation von Thomas Herzog-Singer, der zwei Jahre lang die Rekonstruktion der Benediktinerkirchen-Orgel mit der Kamera begleitet. Auch facettenreiche Künstlergruppen, die Medienperformance beherrschen, sind mit von der Partie.(mp)
 

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