4000 Besucher erwartet
Motto: "Tell a story" / Zahlreiche Arbeiten eingegangen / Hoffen auf Impulse
Die Vorbereitungen für das zweite Medienfestival laufen auf Hochtouren: Vom 4. bis 6. April
werden unter dem Motto "Tell a story" Beiträge von Künstlern, Amateuren und Profis in
unterschiedlichsten Medien präsentiert und von einer Fach- und erstmals Publikumsjury bewertet.
Villingen-Schwenningen.
Die besten Arbeit werden mit Preisgeldern in Höhe von mehr als 6000 Euro ausgezeichnet. War der
Medienfachmann und Organisator Michael Hoyer Anfang Dezember ernsthaft ungeduldig, weil de erwartete
Flut an einzureichenden Arbeiten ausblieb, hieß es kurz vor Weihnachten aufatmen: Gleich wasckorbweise
wurden Präsentationen per Post geliefert und der Vorsitzende der Vorjury, Jürgen Pöhlitz, hatte
Unmengen an Material zu sichten. Insgesamt wurden463 Arbeiten abgegeben. Das ist mehr als die doppelte
Menge als beim ersten Festival vor zwei Jahren.
Der Trend geht weg vom Dia und hin zu digitalen und computerunterstützten Beiträgen mit
Kurzfilmcharakter. Doch de Mottowahl stellt in diesem Jahr die Aussage in den Vordergrund und nicht
das Medium an sich, ergänzte Hoyer.
Eine Botschaft vermitteln, die das Publikum erreicht, lautet die Devise von "Tell a story". Bewertet
werden von der Jury, bestehend aus Thomas Burnhauser, Andreas Scheucher und der Preisträgerin des
ersten Festivals, Carmen Stozek, der Inhalt sowie Dramaturgie, Bildgestaltung und viele Kriterien
mehr. Der kürzeste Beitrag dauert gerade mal eine Minute, zehn Minuten war die maximale Vorgabe.
Interessant: Ein Drittel der Werke stammt von weiblichen Bewerbern und das sind die Beiträge, die
emotional berühren, sagte Hoyer, während bei den Männern häufiger technische Perfektion im Vordergrund
stehen, was allerdings wertfrei verstanden werden will.
"Überraschungsgast" beim Pressegespräch war Oberbürgermeister Rupert Kubon, der sich genauestens über
das Festival, dass unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Erwin Teufel steht, informierte
Neben wichtigen Aspekten wie Unterhaltungswert, Talent und künstlerischen Werten, betrachtet Kubon
das dreitägige Spektakel in der Neuen Tonhalle als wertvollen Beitrag zur Medienbildung und nicht
minder zur Stärkung des Medienstandortes VS.
Auch Regionalverbandsdirektor Reiner Kaufmann unterstützte die Aussage: "Das erste Medienfestival war
ein Experiment und hat alle Erwartungen übertroffen," so Kaufmann, der davon überzeugt ist, dass von
dem Festival neue Impulse für eine "Medienregion" ausgehen werden. Internationale Anerkennung und
europäische Einzigartigkeit berge die "Galerie der audiovisuellen Geschichten", erläuterte Hoyer
weiter.
Zu sehen gibt es sämtliche eingesetzte Medien aus dem Showbereich auf einem Festival, und das macht
laut Veranstalter dessen Einzigartigkeit aus. Der Schwerpunkt liegt in der Förderung junger
Produzenten, die Tonhalle soll sich wieder in eine "Multimedialen Talentschuppen" verwandeln.
Begleitet werden die Showblöcke mit den rund 100-minütigen Beitragspräsentationen an allen drei Tagen
von einer Medienmesse im Foyer, zu der sich mehr als 20 Aussteller angemeldet haben. Koryphäen der
Referentenlandschaft, wie etwa Rüdiger Nehberg, bieten darüber hinaus Einblicke in die mediale Welt.
Den Prolog bildet eine Dokumentation von Thomas Herzog-Singer, der zwei Jahre lang die Rekonstruktion
der Benediktinerkirchen-Orgel mit der Kamera begleitet. Auch facettenreiche Künstlergruppen, die
Medienperformance beherrschen, sind mit von der Partie.(mp)
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