Drei Tage steht Oberzentrum im April im Zeichen internationaler
Filme
Von Dietmar Schindler
Villingen-Schwenningen. Das zweite, europaweit einmalige Medienfestival
vom 4. bis 6. April nächsten Jahres in der Villinger Neuen Tonhalle
wird nicht nur in Fachkreisen von sich reden machen. Das Programm ist
so vielfältig, dass das Oberzentrum einen Höhepunkt des Jahres
erleben wird.
Vor allem macht das Festival Villingen-Schwenningen weit über die
deutschen Grenzen hinaus bekannt. Die Organisatoren Michael Hoyer (VS)
und David Hettich (Schönwald) werden immer wieder gefragt, wo den
die Stadt liege.
Allein die Idee dieses einmaligen Medienfestivals lockt Filmer, Medienschaffende
und Technikfreaks in die Zähringerstadt. Verständlicherweise
kommen Weltkonzerne der Branche in die Tonhalle, um ihre Produkte bei
der Messe an Ständen zu präsentieren.
Verglichen werden kann das Medienfestival mit denen in Cannes, Venedig
oder Berlin. Während in den bekannten Städten nur rein klassische
Filmproduktionen gezeigt werden, ist in Villingen-Schwenningen jede Produktionsart
zugelassen. Aus dem ersten Festival im Jahr 2001 hat Michael Hoyer einiges
gelernt. So wird das zweite Festival noch interessanter. Beginn ist am
Freitag, 4. April 2003, bereits um 14 Uhr, mit dem Vortrag von Professor
Alexander Doderer von der „Gruppe 3“ zum Thema „Aussagen
in der Werbung“. Um 17 Uhr folgt dann Thomas Herzog-Singer mit seiner
viel beachteten Multimediaschau über die Rekonstruktion der Silbermannorgel.
Am Freitagabend beginnt dann der erste Showblock der Wettbewerbsfilme.
Die Beiträge müssen laut Festivalmotto „... tell a story“
eine Geschichte erzählen. Diese werden mit drei Feld- und drei Datenprojektoren
auf eine Leinwand projeziert. Diese Technik wurde erstmals auf der Photokina
in Köln technisch einwandfrei präsentiert. Die weiteren Showblöcke
sind am Samstagnachmittag und am Sonntagvormittag.
Die Vorjury, so Michael Hoyer, wird Mitte Januar eine Menge Arbeit haben.
Sie muss aus allen Einreichungen, erwartet werden knapp 500, etwa 50 Beiträge
fürs Finale aussuchen. Bereits jetzt liegen schon 72 qualitativ und
inhaltlich hochwertige Beiträge aus aller Welt vor. Vor zwei Jahren
waren es im November lediglich zehn. Die Preisträger werden am Sonntagnachmittag
in der Tonhalle gekürt. Sie erhalten insgesamt 7500 Euro. Die Besucher
selbst können diesmal auch Jury spielen. Unter den Teilnehmern wird
eine digitale Kamera verlost.
Neben den Showblocks gibt es wieder die beliebten Workshops am Samstag,
die diesmal noch anspruchsvoller sind.
Das Rahmenprogramm stellt weitere kulturelle Höhepunkte dar. So werden
Künstler der Musikhochschule Trossingen am Freitagabend die Komposition
„Eine Reise durch die Galaxie – sechs Hände auf einem
Flügel“ mit Bildern fremder Galaxien aufführen. Am Samstagabend
folgt die einmalige multimediale Bühnenshow der Schweizer Gruppe
„Stage TV“ mit Artistik, Jonglage und Akrobatik. Am Sonntagmittag
wird Rüdiger Nehberg in einer Diareportage über sein aufregendes
Leben berichten. Bekannt wurde er mit seinen Tretboot- oder Baumstammfahrten
über den Atlantik. Der Buchautor setzt sich mit seinem Verein Target
für mehr Menschenrechte in der Welt ein.
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