Festival

Presse

09./10.11.2002 Schwarzwälder Bote

Medienfestival mit viel Flair

 
Drei Tage steht Oberzentrum im April im Zeichen internationaler Filme
Von Dietmar Schindler

 
Villingen-Schwenningen. Das zweite, europaweit einmalige Medienfestival vom 4. bis 6. April nächsten Jahres in der Villinger Neuen Tonhalle wird nicht nur in Fachkreisen von sich reden machen. Das Programm ist so vielfältig, dass das Oberzentrum einen Höhepunkt des Jahres erleben wird.
 
Vor allem macht das Festival Villingen-Schwenningen weit über die deutschen Grenzen hinaus bekannt. Die Organisatoren Michael Hoyer (VS) und David Hettich (Schönwald) werden immer wieder gefragt, wo den die Stadt liege.
 
Allein die Idee dieses einmaligen Medienfestivals lockt Filmer, Medienschaffende und Technikfreaks in die Zähringerstadt. Verständlicherweise kommen Weltkonzerne der Branche in die Tonhalle, um ihre Produkte bei der Messe an Ständen zu präsentieren.
 
Verglichen werden kann das Medienfestival mit denen in Cannes, Venedig oder Berlin. Während in den bekannten Städten nur rein klassische Filmproduktionen gezeigt werden, ist in Villingen-Schwenningen jede Produktionsart zugelassen. Aus dem ersten Festival im Jahr 2001 hat Michael Hoyer einiges gelernt. So wird das zweite Festival noch interessanter. Beginn ist am Freitag, 4. April 2003, bereits um 14 Uhr, mit dem Vortrag von Professor Alexander Doderer von der „Gruppe 3“ zum Thema „Aussagen in der Werbung“. Um 17 Uhr folgt dann Thomas Herzog-Singer mit seiner viel beachteten Multimediaschau über die Rekonstruktion der Silbermannorgel.
 
Am Freitagabend beginnt dann der erste Showblock der Wettbewerbsfilme. Die Beiträge müssen laut Festivalmotto „... tell a story“ eine Geschichte erzählen. Diese werden mit drei Feld- und drei Datenprojektoren auf eine Leinwand projeziert. Diese Technik wurde erstmals auf der Photokina in Köln technisch einwandfrei präsentiert. Die weiteren Showblöcke sind am Samstagnachmittag und am Sonntagvormittag.
 
Die Vorjury, so Michael Hoyer, wird Mitte Januar eine Menge Arbeit haben. Sie muss aus allen Einreichungen, erwartet werden knapp 500, etwa 50 Beiträge fürs Finale aussuchen. Bereits jetzt liegen schon 72 qualitativ und inhaltlich hochwertige Beiträge aus aller Welt vor. Vor zwei Jahren waren es im November lediglich zehn. Die Preisträger werden am Sonntagnachmittag in der Tonhalle gekürt. Sie erhalten insgesamt 7500 Euro. Die Besucher selbst können diesmal auch Jury spielen. Unter den Teilnehmern wird eine digitale Kamera verlost.
Neben den Showblocks gibt es wieder die beliebten Workshops am Samstag, die diesmal noch anspruchsvoller sind.
 
Das Rahmenprogramm stellt weitere kulturelle Höhepunkte dar. So werden Künstler der Musikhochschule Trossingen am Freitagabend die Komposition „Eine Reise durch die Galaxie – sechs Hände auf einem Flügel“ mit Bildern fremder Galaxien aufführen. Am Samstagabend folgt die einmalige multimediale Bühnenshow der Schweizer Gruppe „Stage TV“ mit Artistik, Jonglage und Akrobatik. Am Sonntagmittag wird Rüdiger Nehberg in einer Diareportage über sein aufregendes Leben berichten. Bekannt wurde er mit seinen Tretboot- oder Baumstammfahrten über den Atlantik. Der Buchautor setzt sich mit seinem Verein Target für mehr Menschenrechte in der Welt ein.
 

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