Multimedia-Festival im April 2003 mit Neuauflage - "Wollen einzigartig,
aber nicht artig sein"
VS-Villingen (gha)
Das erste Multimedia-Festival war trotz einiger Unkenrufe ein Erfolg - und daher hat sich Organisator Michael
Hoyer schnell an die Planung der Neuauflage gemacht: Vom 4. bis 6. April 21003 soll die Villinger Neue
Tonhalle Multimedia-Begeisterte aus ganz Europa anziehen. Gestern lud Hoyer, der einen Lehrauftrag an der
Fachhochschule Furtwangen ausübt, zur ersten Presskonferenz für das 2. Medienfestival.
"Wir wollen einzigartig sein, aber nicht artig", definierte Hoyer, der sich David Hettich mit in die
Organisationsriege holte, den Ansatz des "europaweit einmaligen Festivals". Während sich die meisten
Festivals auf eine Sparte, beispielsweise Film oder Video spezialisieren, versucht Hoyer das gesamte
Spektrum audiovisueller Medien abzudecken. Offensichtlich mit Erfolg: 35 Prozent der beteiligten Künstler
kamen 2001 aus dem europäischen Ausland: Beiträge aus Spanien, Italien, Dänemark oder auch aus Russland
flimmerten und liefen über Leinwände und Projektoren. Rund 2700 Besucher sahen das Ganze.
Anfangs habe man ihn durchaus kritisch beäugt, blickte Hoyer zurück. "Mal sehen, was der wieder macht, habe
es geheißen, aber der studierte Medienwissenschaftler überzeugte Amateure und Profis, aber auch die Stadt,
den Kreis und da Land. Der Regionalverband sowie das land über die Medien- und Filmgesellschaft
Baden-Württemberg steigen für 2003 als Sponsoren ein, auch die Stadt helfe im Rahmen ihrer Möglichkeiten,
versprach gestern Wirtschaftsförderer Rudolf Topp. Topp wünschte sich, dass aus der Veranstaltung
"eine Serie" werden möge, weswegen der Einsatz gerechtfertigt sei.
Aus Hoyers Sicht wird beim zweiten Festival die Darstellung digitaler audiovisueller Medien dominieren. Doch
auch weitere Präsentationsformen sind zugelassen: Dias, Laser, Lichteffekte, Computer-Animationen, Videos
und mehr. Erneut steht das Festival unter dem Motto "Tell a story" - erzähl eine Geschichte. Wem das, egal
in welchem Medium, am besten gelingt, hat die Chance, einen der Preise, die insgesamt mit über 5000 Euro
dotiert sind, zu erringen. 232 Beiträge gingen letztes Jahr ein, davon hat die Vorjury 51 ausgewählt, die
dann im Wettbewerb liefen.
Mehr Resonanz erwartet
Hoyer geht für 2003 von einer noch höheren Resonanz aus, letztendlich werden aber erneut um die 50 Beiträge
ausgesucht. Die ersten Anmeldungen sind bei Hoyer schon eingegangen, darunter ein Videobeitrag aus New York
und eine Produktion der Filmakademie Ludwigsburg. Wer letztendlich den "Medien-Oscar" mit nach Hause nimmt,
wird erneut am letzten Tag, dem Sonntag, entschieden. Doch der Abschluss wird anders ablaufen als 2001,
"hier haben wir aus unseren Fehlern gelernt", betonte gestern Hoyer. Während im letzten Jahr kein einziger
der Preisträger anwesend war - zum Teil aus dringenden persönlichen Gründen, wie der Organisator anführte -,
werden 2003 im Fall des Falles die Gewinner zumindest über eine Telefonschaltung miteinbezogen, versprach
Hoyer.
Außerdem planen die Organisatoren für Samstagabend ein abendfüllendes Medienspektakel - eine Performance -,
die aber nicht nur für das Fachpublikum, sondern für alle Besucher gedacht ist. Erneut wird neben dem
eigentlichen Festival, Seminaren und Workshps auch eine messe aufgebaut. Manfred Heinrich von der Firma
Kodak machte klar, wie wichtig für de Industrie diese Plattform ist. "Hier knüpfen wir Kontakte", betonte
er vor der Presse. Auch aus diesem Grund unterstütz der amerikanische Multi das Festival erneut: "Wir finden
die Idee genial, das Beste aus allen Bereichen herauszuziehen."
Multimedia
Beim zweiten Medienfestival werden audiovisuelle Medien aus möglichst allen Bereichen vom 4. bis 6. April
2003 in der Neuen Tonhalle präsentiert. Wer am Wettbewerb in den vier Bereichen Kunst, Professional, Amateur
und Ausbildung teilnehmen möchte, muss seinen Beitrag bis 5. Januar 2003 einsenden. Der "beste
Geschichtenerzähler" soll prämiert werden. Teilnahmebedingungen und Infos im Internet:
www.medienfestival.net
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