Festival

Presse

05.04.2002 Die Neckarquelle

Neuauflage des Multimedia-Festivals
im April 2003

 
Unkenrufe sind verstummt
Wettbewerb mit Preisen / Land steigt ein / Anfang einer Serie?

Das erste Multimedia-Festival war trotz einiger Unkenrufe ein Erfolg - und daher hat sich Organisator Michael Hoyer schnell an die Planung der Neuauflage gemacht: Vom 4. bis 6. April 2003 sollen Multimedia-Begeisterte aus ganz Europa in die Doppelstadt kommen.
 
Villingen-Schwenningen.
"Wir wollen einzigartig sein, aber nicht artig", definierte Hoyer, der sich David Hettich mit in die Organisationsriege holte, den Ansatz des "europaweit einmaligen Festivals". Während sich die meisten Festivals auf eine Sparte beispielsweise Film oder Video, spezialisieren, versucht Hoyer, das gesamte Spektrum audiovisueller Medien abzudecken. Offensichtlich mit Erfolg: 35 Prozent der beteiligten Künstler kamen 2001 aus dem europäischen Ausland. Rund 1700 Besucher sahen das Ganze. Anfangs habe man ihn durchaus kritisch beäugt, blickte Hoyer zurück. Der Regionalverband sowie das land über die medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg steigen für 2003 als Sponsoren ein, auch die Stadt helfe im Rahmen ihrer Möglichkeiten, versprach gestern Wirtschaftsförderer Rudolf Topp.
Topp wünschte sich, dass aus der Veranstaltung "eine Serie" werden möge, weswegen der Einsatz gerechtfertigt sei. Aus Hoyers Sicht wird beim zweiten Festival die Darstellung Digitaler audiovisueller Medien dominieren. Doch auch weitere Präsentationsformen sind zugelassen. Erneut steht das Festival unter dem Motto "Tell a story - erzähl eine Geschichte". Wem das, egal in welchem Medium, am besten gelingt, hat die Chance, einen der Preise, die insgesamt mit über 5000 Euro dotiert sind, zu erringen. 232 Beiträge gingen letztes Jahr ein, davon hat die Vorjury 51 ausgewählt, die dann im Wettbewerb liefen. Hoyer geht für 2003 von einer noch höheren Resonanz aus, letztendlich werden aber erneut um die 50 Beiträge ausgesucht.
Die ersten Anmeldungen sind bei Hoyer schon eingegangen, darunter ein Videobeitrag aus New York und eine Produktion der Filmakademie Ludwigsburg. Wer den "Medien-Oscar" mit nach Hause nimmt, wird erneut am letzten Tag, dem Sonntag, entschieden. Doch der Abschluss wird anders ablaufen als 2001. "Hier haben wir aus unseren Fehlern gelernt", betonte gestern Hoyer. Währen im letzten Jahr kein einziger der Preisträger anwesend war, werden 2003 im Fall des Falles die Gewinner zumindest über eine Telefonschaltung miteinbezogen, versprach Hoyer.
Außerdem planen die Organisatoren für Samstagabend ein abendfüllendes Medienspektakel - eine Performance -, die aber nicht nur für das Fachpublikum, sondern für alle Besucher gedacht ist. Erneut wird neben dem eigentlichen Festival, Seminaren und Workshops auch eine messe aufgebaut.
Manfred Heinrich von der Firma Kodak machte klar, wie wichtig für die Industrie die Plattform ist. "Hier knüpfen wir Kontakt", betonte er vor der Presse. Auch aus diesem Grund unterstützt der amerikanische Multi das Festival erneut: "Wir finden die Idee genial, das Beste aus allen Bereichen herauszuziehen." (gha)
 
INFO
Wer am Wettbewerb in den vier Bereichen Kunst, Professional, Amateur und Ausbildung teilnehmen möchte, muss seinen Beitrag bis 5. Januar 2003 einsenden. Der "beste Geschichtenerzähler" soll prämiert werden. Teilnahmebedingungen und Infos im Internet: www.medienfestival.net 

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